Geschichte und Entstehung der Dorn-Therapie

Begründet wurde die Dorn-Therapie von dem Allgäuer Dieter Dorn.  Er suchte, durch einen heftigen Hexenschuss geplagt, das Nachbardorf auf. Bei einem alten Mann erhoffte er sich Hilfe und ahnte noch nicht, was sich alles aus diesem Besuch entwickeln würde. Zu seinem eigenen  Erstaunen wurde er durch eine einfache Behandlung verblüffend schnell von seinen quälenden Schmerzen befreit.
Er war von der Wirkung derart begeistert, dass er auf dieser Basis ein eigenes Therapieverfahren entwickelte, zu dem man nichts weiter benötigt als eine gewisse Sensibilität und die Kraft des Daumens.
Inzwischen hat sich die Dorn-Therapie weit verbreitet und findet immer mehr Anhänger. Der Grund dafür ist mit Sicherheit, dass diese Therapie, die ohne Hilfsmittel und fast ohne Medikamente auskommt, bei korrekter Anwendung relativ ungefährlich ist und an jedem Ort zu jeder Zeit angewendet werden kann.

Diese Therapie besteht aus 3 Teilen:

  • Die Therapie und Behandlungstechniken
  • Die Eigenübungen für die Betroffenen
  • Ganzheitliches Verständnis und Theorie mit den möglichen Zusammenhängen der Beschwerden

Was wird Behandelt?

Die Dorn-Therapie ist eine ganzheitliche Methode und wird somit immer versuchen den ganzen Menschen zu behandeln und nicht nur an den Symptomen ansetzen. Die Dorn-Therapie nimmt mit einer lokalen Behandlung Einfluss auf alle Gewebe vor Ort wie Knochen, Knorpel, Menisken, Bänder, Kapseln, Muskeln, Nerven, Blutgefäße, Bindegewebe, Faszien. Therapiert wird mit den Daumen, Handkante oder Handfläche. Alle Korrekturen erfolgen unter einer bestimmten Bewegung des Patienten, die zum einen eine gewisse Dynamik bewirkt und auf der anderen Seite die Muskulatur beschäftigt, so dass sich diese der Korrektur nicht widersetzt.
Man geht immer nur bis an die Schmerzgrenze des Patienten, d.h. die Korrekturen erfolgen so fest, wie er es zulassen kann.
Die Wirkungsweise der Dorn-Therapie ist lokal in und um das Gelenk, regional in den neuromuskulären Funktionsketten und ganzheitlich zu sehen.

Was ist unter einer Dysfunktion oder einer Wirbelblockade zu verstehen?

Bei einer Wirbelblockade/Wirbeldysfunktion sind fast immer positive Befunde an den Dornfortsätzen (rechts-links) und/oder Querfortsätzen (dorsal-ventral) vorhanden. Bewegungseinschränkungen und Muskelspannungsveränderungen sind häufig, die jedoch nicht unbedingt wahrgenommen werden müssen. Viele Dysfunktionen bestehen ohne von den Patienten wahrgenommen zu werden. Meridiansymptome und Parästhesien/Missempfindungen sind ab und zu vorhanden. Ein blockiertes Ileosacralgelenk kann z.B. einen Schmerz verursachen, der in die Leiste ausstrahlt aber auch verantwortlich für die Probleme im Knie oder Fußgelenk sein. Ein verrutschter Wirbel im Brustbereich kann auch Auslöser für Angina-pectoris- artige Beschwerden sein.
Da Körper, Geist und Seele immer eine Einheit bilden, könne Wirbelsäulen- und Gelenksprobleme auch Ausdruck für psychische Probleme sein

Kinder und auch Säuglinge können Behandelt werden. 

Die Dorn-Therapie kann bei Kindern jeden Alters und bei Säuglingen angewendet werden. Sie leistet hier einen wertvollen Beitrag, was eine gesunde Haltungs- und Bewegungsentwicklung angeht wie auch im Sinne von Prävention.

Beinlängendifferenzen und blockierte Wirbel bzw. Gelenke können die Haltung sowie die Bewegungsentwicklung des Kindes nachteilig beeinflussen. Die dem Wirbel zugeordneten Organsysteme können ebenfalls betroffen sein.

Häufig anzutreffende Probleme bei Babys sind Kopfseitenbevorzugungen und Rumpfasymmetrien einhergehend mit Unruhe, Schreien, Schlafstörungen und vieles mehr. Bei stehenden und gehenden Kindern können Beinlängendifferenzen und blockierte Gelenke Fehlhaltungen der Wirbelsäule hervorrufen. Häufig sieht man auch arrhythmische Gangbilder, Hüpfen und Rennen sind unkoordiniert.  Die Behandlungsdurchführung ist dieselbe wie beim Erwachsenen, eine Ausnahme bildet die Behandlung von Säuglingen und krabbelnden Kindern. Hier sollte sich der Behandler in der sensomotorischen Entwicklung von Kindern auskennen, um einen zuverlässigen Befund und differenzierte Ursachenforschung erstellen zu können. Außerdem ist die Anatomie natürlich sehr viel filigraner und verlangt dementsprechend viel Feingefühl bei Befund und Behandlung.