Bogenschießen

Besonders gesund ist Bogenschießen für die Rückenmuskulatur: "Durch die kontrollierte Aktion und Reaktion der Muskulatur wird der Rücken gestärkt und die Wirbelsäule entlastet". Viele Schützen berichten von einer Besserung bestehender Rückenprobleme. Durch die ständig wiederholten Bewegungsabläufe werden viele Muskelgruppen beansprucht und aufgebaut, von deren Existenz mancher gar nichts ahnt. Beim Bogenschießen ist der gesamte Körper unter Anspannung. Dazu braucht man neben Körperbeherrschung auch Kondition. In der Phase des Bogenspannens wird die Rückenmuskulatur eingesetzt. Die gesamte Arm- und Handmuskulatur hat hauptsächlich Streckerfunktion. Brust, Zwischenrippenmuskulatur und das Zwerchfell unterstützen die Atmung. Die Muskelspannung geht weiter über die Gesäß- und Beinmuskulatur. Dabei wird die Kraftanstrengung beim Spannen des Bogens nicht als negativ empfunden. Im Gegenteil, die Anspannung der Muskulatur geht beim Lösen der Sehne in eine Entspannungsphase über. Eine positive Auswirkung zeigt dieser Sport bei Haltungsschäden, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.

Der Umgang mit Pfeil und Bogen übt auf die meisten Menschen – ob groß oder klein – eine Faszination aus. Die Begeisterung, mit der diese Sportart betrieben wird, kann in der Therapie bei vielen Erkrankungen genutzt werden. Beim Bogensport handelt es sich um eine Sportart, bei der es keine ruck- oder stoßartigen Belastungen für den Stütz- und Bewegungsapparat gibt. Dies ist die Voraussetzung dafür, den Bogensport in der Sporttherapie wirkungsvoll einzusetzen. Die meisten Patienten denken beim Bogensport nicht daran, dass es sich hier um eine Therapie handelt, sondern unterliegen der Faszination dieser Sportart und sind dadurch eher bereit, die erforderlichen Bewegungsabläufe durchzuführen. Bei korrektem Bewegungsablauf werden die Schultergürtel- und Rumpfmuskeln im Laufe der Zeit gestärkt und auch das Selbstbewusstsein wird gefördert.

Eine häufig gestellte Frage, ob Bogensport auch ein Familiensport ist, kann mit einem eindeutigen „Ja“ Beantwortet werden. Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren und Behinderte begeistern sich gleichermaßen für diesen ästhetischen Sport. Ein weiterer Vorteil ist, dass alle Könnens stufen gleichzeitig trainiert werden können und damit auch die Integration gefördert wird.

Bogenschießen macht den Kopf frei

Wer Sport an der frischen Luft mag, der muss nicht immer auf Joggen oder Radfahren zurückgreifen. Bogenschießen ist eine Alternative. Es trainiert neben der Konzentration auch die Kraft und die Kondition. Es fördert die Körperhaltung und beugt Rückenproblemen vor.
Zum Bogenschießen braucht man keine besondere Begabung. Es ist allerdings wichtig, dass man die korrekte Technik erlernt. So trainiert man die Oberarmmuskulatur, die Schultern und die Körperhaltung. Zweimal wöchentliches Training lässt auch den Geist entspannen.

Geschossen wird in den meisten Sportvereinen mit Pfeil und Recurvebogen auf eine standardisierte Zielscheibe. An den Bögen befinden sich Stabilisatoren und Zielvorrichtungen. Zur Ausrüstung eines Bogenschützen gehören weiterhin ein Köcher, ein Fingerschutz, ein Armschutz. Getragen werden enge Kleidung und ein Brustschutz, der den Körper vor der eng am Körper entlangschnellenden Sehne schützt.

Ziel des Bogenschießens ist es, durch Konzentration und Ruhe einen gleichbleibenden Schussablauf zu erreichen. Die Zielscheibe ist mit einer Ringwertung versehen.
Wer sich etwas genauer mit dem Bogenschießen auseinandersetzen möchte, kann sich bei mir bestens Informieren.